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Warndienst 2 vom 09.03.2018

Datum: 09.03.2018

Information Warndienst Pflanzenschutz 09.03.2018  

            

Wir informieren Sie über Herbizide im Getreide


Herbizide Winterweizen:

Auf Problemstandorten mit Ackerfuchsschwanz muss die Gräserbehandlung sehr früh erfolgen. Entscheidend für den Bekämpfungserfolg sind möglichst kleine Ungräser, eine gute Benetzung und v.a. Luftfeuchten von mind. 60%. Anwendungen in den frühen Morgenstunden sind aufgrund der dann höheren Luftfeuchte oft deutlich besser. Um eine gute Benetzung sicherzustellen, muss eine ausreichend hohe Wasseraufwandmenge und eine möglichst feintropfige Düse gewählt werden. In noch frostgeschädigten, gestressten Beständen müssen sie dagegen noch ein Durchgrünen der Bestände abwarten.

Aus heutiger Sicht ergeben sich für nächste Woche sehr gute Bedingungen für die Ackerfuchsschwanzbekämpfung auf Problemstandorten!

Atlantis WG ist das wirkungsstärkste Mittel zur Bekämpfung von Ackerfuchsschwanz. Nutzen Sie unbedingt die Wirkungssteigerung durch Zugabe von 30 l AHL oder alternativ 10 k SSA. Beachten Sie bitte die richtige Einfüllreihenfolge:

  1. Granulat 1           z.B. Atlantis WG
  2. Granulat 2            z.B. Biathlon 4D/ Pointer / Concert /…….
  3. Formulierungshilfstoff
  4. AHL / SSA

Mögliche Mischungen auf Standorten mit hohem Fuchsschwanz-Druck:

300-400 g Atlantis WG + FHS + 30 l AHL

+ 70 g Biathlon 4 D + Dash

Wirkungsverstärkung durch   zusätzliches Netzmittel

Nicht ausreichend bei stärkerem   Storchschnabel- und Ehrenpreis

+ 70 g Concert SX (+50 ml Saracen)

Stark bei Storchschnabel

Ohne Ehrenpreis

+ 80 g Alliance (+ 50 ml Saracen)

Breite Wirkung

Aufhellungen durch DFF-Anteil   stärker

+ 40-50 g Artus

Sehr breit

Verträglichkeit!!!   V.a. bei AHL-Zusatz;

Besser: Soloeinsatz

Auf echten Problemstandorten favorisiere ich eher die Soloanwandung von 350-400 g Atlantis + AHL. Die Unkräuter können dann später mit besserer Verträglichkeit nachbehandelt werden.

Möglich ist alternativ auch der Einsatz von Broadway. Broadway ist aber in der Fuchsschwanzwirkung etwas schwächer einzustufen, hat aber Vorteile in der Trespenwirkung und den geringeren Nachbaubeschränkungen. Zudem ist der Einsatz in Durum möglich.

In spätgesäten Beständen, in denen bisher wenig Unkräuter aufgelaufen sind, kann dagegen noch abgewartet werden.

 

In Wintergerste kann nur Axial eingesetzt werden. Auch hier muss die Anwendung früh und mit Additivzusatz erfolgen. Bei größerem Ackerfuchsschwanz ist die Wirkungen aber oft nicht ausreichend.





Winterraps:

Stellen Sie die Gelbschalen zur Kontrolle der Rapsstengelschädlinge frühzeitig in die Bestände. Die Käfer fliegen bei den ersten warmen Tagen aus ihren Winterquartieren ein. Wählen sie windstille und warme Südlagen. Um Beifänge zu vermeiden, sollte die Gelbschale mit einem Gitternetz abgedeckt werden.

Wir halten sie über den aktuellen Zuflug informiert.


 

Für Rückfragen stehe ich Ihnen unter 06281-52121604 zur Verfügung

 

 

Nina Waldorf

Fachdienst Landwirtschaft

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