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Warndienst 13 vom 28.05.2018

Datum: 28.05.2018

Information Warndienst Pflanzenschutz 28.05.2018  

 

Wir informieren Sie über Weizen, Sommergerste, Erbsen und Mais

 

Winterweizen:

Auf den frühen Standorten beginnt die Weizenblüte und auch die später gesäten Bestände werden bei den aktuellen Temperaturen schnell in die Blüte kommen.

In der Blüte muss die Entscheidung über die gezielte Spritzung gegen Fusarium getroffen werden. Im Stoppelweizen und v.a. bei Vorfrucht Mais sollte eine Behandlung erfolgen, sofern Niederschläge fallen. Die Behandlung muss aber zeitnah, d.h. max. 2 Tage nach dem Niederschlag in der Blüte platziert werden. Als wirkungsstärkste Mittel sind Prosaro oder Osiris einzuschätzen. Auch Mischungen aus Osiris + Prosaro haben sich in der Praxis bewährt. Tebuconazolhaltige Mittel wie Ampera, Folicur oder Soleil stellen eine preisgünstigere Basisabsicherung dar.

Die heiß-trockene Witterung begünstigt auch das Auftreten von Getreidehähnchen. Die Schadschwelle liegt bei 1 Larve pro Halm bzw. 20% geschädigter Blattfläche. Kontrollieren Sie ihre Bestände. Prophylaktische Zumischungen müssen unterbleiben, da nicht nur die Wirkungsdauer bei den derzeitigen Temperaturen auf wenige Tage begrenzt ist, sondern auch aus Resistenzgründen und zur Schonung der Nützlinge. Nach einem Pyrethroideinsatz gegen das Getreidehähnchen ist oft eine stärkeres Aufreten von Blattläusen zu beobachten.

 

Sommergerste:

In vielen Lagen ist das Fahnenblatt entwickelt bzw. Spitzen die Grannen. Hier kann in den nächsten Tagen die Abschlussbehandlung durchgeführt werden. Hauptkrankheit ist die Ramularia, die nur über die Mittel Amistar Opti bzw. Credo wirkungsvoll bekämpft werden kann. Als Zumischpartner können z.B. Adexar oder Aviator XPro zugemischt werden. Zusätze von Wachstumsreglern sind derzeit eher kritisch zu bewerten.

 

Erbsen:

Der Befall mit Blattläusen nimmt zu. Die Läuse sitzen sehr verdeckt. Bei Befall mit mehr als 5-10 Läusen/Trieb sollte das nützlingsschonende Pirimor eingesetzt werden. Neben den Schäden durch die Saugaktivität können auch sog. Nanoviren übertragen werden. Diese Infektion führt zu nesterweise gestauchten Pflanzen, die im Ertrag abfallen. Bitte melden Sie Verdachstfälle, damit wir diese zur Untersuchung einschicken können.

 

Mais

Die Unkrautbekämpfung im Mais sollte zügig abgeschlossen werden, da die Verträglichkeit der Herbizide jetzt deutlich abnimmt. Bei der Behandlung sollten die Bestände trocken sein. Bitte beachten Sie, daß v.a. die Gräserherbizide bei den hohen Temperaturen an Verträglichkeit verlieren. Behandeln Sie daher möglichst früh morgens oder in den Abendstunden. Auch die Bromoxynilwirkung aus den Produkten B235 oder Buctril wird durch die intensive Sonneneinstrahlung verstärkt.

Denken Sie beim Mais in Wasserschutzgebieten auch an die späte Nmin-Probe.

Termine:

Der Fachdienst Landwirtschaft lädt alle interessierten Landwirte am Montag den 18. und Donnerstag den 21.Juni abends um 19:00 Uhr, sowie am Freitag den 22.Juni mittags um 14:00 auf das Zentrale Versuchsfeld nach Boxberg-Schwabhausen ein. Auf über 1000 Kleinparzellen werden Sortenneuheiten, sowie mehrjährig geprüfte Sorten aus den Bereichen Getreide, Leguminosen und Ölsaaten vorgestellt. Auch die Bereiche Aktuelles zu Düngung und Pflanzenschutz sind Schwerpunkte, die bei diesen Veranstaltungen diskutiert werden.
Die Veranstaltung wird als 2- stündig anerkannte Fort- oder Weiterbildungsmaßnahme im Sinne des Pflanzenschutzgesetzes anerkannt. Eine Anmeldung zu den Veranstaltungen ist nicht erforderlich.

 

 Bei weiteren Fragen können Sie mich gerne unter 06281-5212-1604 anrufen.

 

gez. Nina Waldorf LRA Neckar-Odenwald-Kreis, Fachdienst Landwirtschaft

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