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Warnmeldung 23 vom 05.10.2018

Datum: 05.10.2018

Information Warndienst Pflanzenschutz 28.09.2018

            

Wir informieren Sie zur aktuellen Situation in Winterraps und Herbiziden in Wintergetreide

Situation Raps

Die Bestände präsentieren sich weiterhin sehr unterschiedlich. Kritisch wird es nun für die Bestände, die erst letzte Woche aufgelaufen sind. Um noch eine ausreichende Vorwinterentwicklung von ca. 6 Blättern zu erreichen, muss der Oktober warm werden und v.a. Niederschläge fallen. Daher sollte demnächst entschieden werden, ob ein Umbruch nötig wird oder ob noch weitere Maßnahmen gefahren werden, die dann aber wieder zusätzliche Kosten verursachen.

Steht derzeit keine Pflanzenschutzmaßnahme z.B. gegen Ausfallgetreide oder Erdfloh an, kann auch noch die weitere Entwicklung abgewartet werden.

Fordern Sie im Zweifelsfall Beratung an.

Im Kreisgebiet sind aber auch einige Bestände mittlerweile über das 4-Blattstadium hinaus, so daß sich die Frage nach einer Wachstumsreglermaßnahme stellt. Die fungizide Leistung spielt bislang keine Rolle und auch eine starke Einkürzung steht weniger an. Trotzdem kann in sehr wüchsigen Beständen bei besseren Böden eine milde Maßnahme wie z.B. 0,5 l Folicur zur Verbesserung der Winterfestigkeit Sinn machen. Auf geringeren bis mittleren Böden rate ich zum Abwarten bis sich die Wasserversorgung deutlich verbessert. Einwinterungsmaßnahmen können auch noch Mitte-Ende Oktober gefahren werden.

  

Herbizide Getreide

In bereits gesäten Beständen stellt sich die Frage nach dem Herbizideinsatz, da weiter keine Bodenfeuchte in Aussicht ist.

Auf Standorten mit normaler Verunkrautung sollte daher eher abgewartet werden und eine Mischung aus Bodenpartner plus blattaktivem Herbizid eingesetzt werden. Hier kann dann z.B eine Mischung in Wintergerste Axial + Herold oder Axial + Bacara forte sein.

Schwieriger wird es auf Standorten mit stärkerem Ackerfuchsschwanzdruck und auf Standorten, auf denen die Blattherbizide nicht mehr ausreichend wirken. Hier kann eine Splitting-Strategie, in der das Bodenherbizid auf 2 Termine aufgeteilt wird, sinnvoll sein. Im Vorauflauf kann dann z.B. 0,3 l Herold + 2 l Boxer eingesetzt werden. Nach 10-14 Tage sollte dann die 2.Behandlung erfolgen. In Weizen kann dann nochmals Herold + Boxer erfolgen, in der Wintergerste könnten Herold + Trinity oder evt. bei schon aufgelaufenem Fuchsschwanz Herold + Axial gespritzt werden.

Gerne können wir betriebsindividuelle Lösungen telefonisch oder vor Ort besprechen.

Achten Sie in auflaufenden Beständen auch auf Blattläuse. An warmen und sonnigen Tage kann die Aktivität deutlich zunehmen. Ab ca. 10% Befall kann ein Insektizideinsatz erwogen werden.

 

Bei Fragen können Sie sich gerne jederzeit mit mir unter der Rufnummer 06281 52121604 in Verbindung setzen.



gez. Nina Waldorf LRA Neckar-Odenwald-Kreis, Fachdienst Landwirtschaft



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